Populationsökologie

Wir erforschen die demographischen Prozesse, welche die Dynamik und die Beständigkeit natürlicher Populationen steuern. Unser Ziel ist es, zur ökologischen und evolutionären Theorie beizutragen und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Unterstützung der Biodiversitätserhaltung bereitzustellen. Ein Schwerpunkt unserer Forschung ist zu verstehen, wie natürliche Populationen auf räumliche und zeitliche Heterogenität in ihrer Umwelt reagieren. Solche Populationsreaktionen können sich auf verschiedene Arten manifestieren (z.B. demographisch, phänotypisch, phänologisch oder im Verhalten). Wir konzentrieren uns auf ökologische und evolutionäre Mechanismen, die diesen Reaktionen zugrunde liegen, um die Beständigkeit von Populationen in sich verändernden Lebensräumen besser zu verstehen. Um diese Mechanismen zu erforschen, verbinden wir ökologische und evolutionäre Theorie, benützen vielfältige biodemographische Methoden und analysieren Daten zur Lebensgeschichte verschiedener natürlicher und experimenteller Populationen. Unsere bisherige Forschung umfasst eine grosse Auswahl an Organismen, darunter Murmeltiere, Erdmännchen, Schafe, Bären, Riesenschildkröten, Sperlinge, Erdhörnchen, Wühlmäuse, Fledermäuse, Bodenmilben und Rädertierchen. Mehr Informationen zu spezifischen Forschungsthemen finden Sie unter http://www.popecol.org.

Gruppenleiter: Prof. Dr. Arpat Ozgul

Forschungsthemen

  • Zusammenhänge zwischen Merkmals- und Populationsdynamik in sich verändernden Lebensräumen
  • Frühe Warnsignale von Populationsreaktionen auf Umweltveränderungen
  • Individuelle Strategien, Gruppendynamik und Populationsregulierung in Arten mit kooperativer Aufzucht
  • Wiederbelebung von ökologischen und evolutionären Reaktionen auf vergangene Umweltveränderungen aus See-Ablagerungen
  • Räumliche Ökologie grosser Raubtiere in von Menschen beherrschten Landschaften